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Berlin, 25.10.2017. Wie der Mitteldeutsche Rundfunk berichtet, bereitet sich in der deutschen Wirtschaft zunehmend Sorge über Fortgang und Art der […]

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Frauke Petry: Deutsche Wirtschaftsinteressen in den Fokus der Brexit-Verhandlungen stellen

Berlin, 25.10.2017. Wie der Mitteldeutsche Rundfunk berichtet, bereitet sich in der deutschen Wirtschaft zunehmend Sorge über Fortgang und Art der Brexit-Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien aus. Hintergrund sind die starken Handelsbeziehungen mit der britischen Insel. So hat Thüringen nach Angaben des MDR Waren mit einem Gesamtvolumen von jährlich 1,6 Milliarden Euro jüngst mit Großbritannien gehandelt – unter anderem Auto- und Flugzeugteile sowie Maschinen und Kunststoffartikel.

Dazu Frauke Petry, MdB und Mitglied der Blauen Gruppe im Sächsischen Landtag:

„Allein in Thüringen schauen fast 300 Firmen nicht ohne Grund mit gewaltiger Sorge auf den bisherigen Verlauf der Brexit-Gespräche. Größtes Problem sei die Ungewissheit ‚wann was passiere‘, so der der dortige Wirtschaftsminister. Recht hat der Mann. Wer sich mit Wirtschaft auch nur annähernd auskennt, weiß, dass genau diese Unberechenbarkeit pures Gift für Unternehmen ist. Sie brauchen klare Perspektiven und verlässliche Rahmenbedingungen. Beides lassen die Verhandlungen derzeit überhaupt nicht erkennen.

Die Forderung geht daher ganz klar an die Regierungsverantwortlichen in Berlin, runter vom hohen ideologischen Ross und Abstand von der laut propagierten Haltung, die Briten wären vor allem die Verlierer der Brexit-Entscheidung. Es geht nicht darum, ihnen den Ausstieg so sauer wie möglich zu verkaufen. Es muss darum gehen, in Brüssel erfolgreich darauf Einfluss zu nehmen, dass die wirtschaftlichen Interessen deutscher Unternehmen Berücksichtigung finden.

Dabei ist die demokratische Entscheidung der Briten zu akzeptieren und das Beste aus der Situation unter den vorgenannten Prämissen für beide Seiten zu machen. Dafür ist nicht endlos Zeit. Sonst stehen tatsächlich Verlierer fest. Die sitzen aber nicht auf der britischen Insel. Es sind zahllose Unternehmen in Deutschland, speziell eben auch in Thüringen und Sachsen, um die es geht.“