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Berlin, 17.11.2017. Heute vor 20 Jahren, am 17. November 1997 starben beim Attentat nahe Luxor in Ägypten 62 Menschen – […]

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Frauke Petry: Jahrestag des „Luxor-Massakers“ mahnt, Terror Einhalt zu gebieten

Frauke Petry:  Jahrestag des „Luxor-Massakers“ mahnt, Terror Einhalt zu gebieten

Berlin, 17.11.2017. Heute vor 20 Jahren, am 17. November 1997 starben beim Attentat nahe Luxor in Ägypten 62 Menschen – 35 Schweizer, vier Deutsche, aber auch Japaner, Briten, Franzosen, ein Kolumbianer, drei ägyptische Polizisten und ein Reiseführer. Das „Massaker von Luxor“ (taz) ging in die Geschichte Ägyptens und des Tourismus ein.
Dazu Frauke Petry, MdB und Mitglied der Blauen Gruppe im Sächsischen Landtag:
„Nicht zu Unrecht wird dieser brutale Angriff auf Touristen als Anfang der islamistischen Gewaltakte gegenüber dem Westen bezeichnet. In dieser Reihe von Anschlägen stehen inzwischen unzählige Namen aus aller Welt – New York, Paris, Berlin, Nizza, Madrid, St. Petersburg, um nur einige zu nennen.
Einer, der damals in Luxor den Albtraum des Terrors hautnah miterleben musste und nur durch glückliche Umstände überlebte, bezeichnete heute gegenüber dem Schweizer Rundfunk den islamistischen Terror als ‚eines der zentralen Motive unserer Zeit‘. Diese Einschätzung muss man leider teilen.
Der zum Teil um sich greifende Fatalismus kann aber nicht Maßstab unseres Handelns sein. Die Antwort darf nicht sein, ‚das kann überall und zu jeder Zeit passieren, also was soll’s‘.
Man muss von einem Staat erwarten können, dass er seine Bürger bestmöglich schützt, in jedem Fall innerhalb der eigenen Landesgrenzen, wenn möglich, darüber hinaus. Und da verwundert eine Meldung dann doch einigermaßen, die die Süddeutsche Zeitung gestern mit der Überschrift ‚Islamist fliegt trotz Fußfessel nach Griechenland‘ versah. Man kann zwar notfalls die Haltung der bayrischen Behörden teilen, ‚man sei erfolgreich einen Islamisten losgeworden‘. Jedoch: ‚Die griechischen Sicherheitsbehörden wurden nicht gewarnt, dass da ein gefährlicher Islamist auf dem Weg zu ihnen sei.‘
Solche Pannen lassen die Vermutung zu, dass Ereignisse wie in Luxor und unzählige weitere, offenbar doch noch nicht genügend Mahnung sind. Zumal diese Sicherheitslücken eben auch keine Einzelfälle sind, wie die Ermittlungen zum Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt gezeigt haben. Damit muss endlich Schluss sein. Das sind wir nicht nur den Opfern schuldig, sondern vor allem auch den Lebenden.“