Unterstützung statt Werbung für Abtreibung!

„Wenn es um das Leben von Tieren geht, da sind einige, die jetzt für Abtreibungen werben wollen, kompromisslos. Aber in dieser Debatte wird manchmal gar nicht mehr berücksichtigt, dass es um ungeborenes menschliches Leben geht.“

Was an diesem Satz von Jens Spahn, der zweifelsfrei verbal des öfteren daneben schlägt, nun eine Provokation sein soll, erschließt sich einem wohl nur, wenn man sich mit dem Thema nicht beschäftigt.

Wir können Jens Spahn hier nur zustimmen, auch wenn unserer Ansicht nach der geplante Kompromiss skeptisch zu betrachten ist. Wir brauchen in Deutschland keine Werbung für Abtreibungen, wir brauchen Aufklärung! Diese Aufklärung fängt damit an, dass wir bis zur 12. Schwangerschaftswoche (SSW) nicht von einem „Zellklumpen“ reden, sondern uns dessen bewusst sind, dass ab der 5. SSW das Herz des Fötus schlägt und er in der 12. SSW bereits bis zu den Zehenspitzen voll ausgebildet ist.

Diese Aufklärung beinhaltet aber ebenso eine Unterstützung der werdenden Mutter bei finanziellen und gesellschaftlichen Problemen über die Schwangerschaft hinaus. Angebote wie Mutter-Kind-Heime bei minderjährigen Schwangeren, Erstausstattungsmittel für Umstands- & Babykleidung und Wohnungseinrichtung sowie Hilfe zur Erziehung durch Pädagogen sind in Deutschland flächendeckend vorhanden. Diese Angebote sind auszubauen und zu bewerben und nicht die schnellere und vermeintlich kostengünstigere Alternative Abtreibung.

Darüber hinaus ist im Falle eines Schwangerschaftsabbruches nicht nur auf die körperlichen Gefahren, wie das zukünftig erhöhte Fehlgeburtenrisiko hinzuweisen, sondern auch auf die viel zu sehr vernachlässigten psychologischen Gefahren für die Schwangere. Nicht selten leiden Frauen noch Jahre später unter enormen Schuldgefühlen und Scham, die sich letztendlich in einer tiefen Depression manifestieren können.

Hier auch nochmal mein Redebeitrag im Bundestag zu dieser Debatte: https://www.youtube.com/watch?v=nJVPX22JgcE


https://www.focus.de/politik/deutschland/jens-spahn-gesundheitsminister-provoziert-im-streit-um-abtreibungs-werbung_id_8630623.html