Förderung von Flüchtlingen: Mackenroths Ideen fußen auf Denkfehlern

Dresden, 25.04.2018. Sachsens Ausländerbeauftragter Geert Mackenroth (CDU) hat vorgeschlagen, passgenaue Angebote für Migranten aufzulegen. Jeder Einzelne benötige das. Es brauche eine Politik, bei der niemand aus der Gemeinschaft ausgegrenzt werde, mahnte Mackenroth mit Blick auf Parallelgesellschaften in Frankreich und Belgien. Individuelle Fähigkeiten, Bedürfnisse und Wünsche gelte es zu identifizieren und zu nutzen, so der CDU-Politiker in den Dresdner Neueste Nachrichten (DNN).

Frauke Petry, MdL und MdB der Blauen Partei, kommentiert:

„Mir bleibt die tiefere Sinnhaftigkeit der Äußerungen von Geert Mackenroth verborgen. Ihre Dreistigkeiten hingegen nicht. Es sind überwiegend nicht die Gastgeber, die Flüchtlinge ausgrenzen. Es sind die Ankommenden selbst, die sich weiterhin in ihren Parallelgesellschaften bewegen und ihresgleichen bevorzugen. Vielfach sind sie es, denen nicht daran gelegen ist, sich wirklich in unsere Gesellschaft einzuleben, ihre Werte, Normen und Rechtsgrundlagen zu achten und befolgen. Wenn Mackenroth also fordert, es müsse eine Politik geben, die niemanden ausgrenze, bedeutete das im Umkehrschluss, dass sie bereits aktiv angewandt würde. Der Ausländerbeauftragte weiß wahrscheinlich selbst, dass das Unsinn ist. Noch mehr Angebote, Hilfen und gebaute Brücken als es die deutsche Politik und auch noch viele Bürger offerieren, kann man kaum liefern.

Grundsätzlich liegen Herrn Mackenroths Wünschen erhebliche Denkfehler im Weg. Die meisten Migranten und Flüchtlinge haben nur zeitlich begrenzte Aufenthaltsrechte. Größer angelegte Förderprogramme, die für ihre beste Wirkung nun auch noch individuell zugeschnitten werden sollen, sollten daher nicht Grundlage deutscher Flüchtlings- und Asylpolitik sein!“