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In der CDU hat sich die Gruppierung „Union der Mitte“ gegründet. Sie will gegen den vermeintlichen Rechtsruck der Partei ein […]

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Linkskurs der Union bedarf Arbeit der „Union der Mitte“ nicht

Linkskurs der Union bedarf Arbeit der „Union der Mitte“ nicht

In der CDU hat sich die Gruppierung „Union der Mitte“ gegründet. Sie will gegen den vermeintlichen Rechtsruck der Partei ein gemäßigteres Gegengewicht bilden. Der Vorsitzende der Vereinigung, CSU-Mitglied Stephan Bloch, äußerte in Interviews die Ansicht, man wolle Mitgliedern eine Stimme geben, die einen „Rechtsdrall“ der CDU nicht wollten. Bloch betrachtet das Flüchtlingsthema als „vermeintliches Problem“, das den Menschen eingeredet werde. Wichtiger seien die „wirklichen Nöte, Wünsche und Bedürfnisse“ der Bürger: Digitalisierung, Infrastruktur, Wohnungsbau, bezahlbare Mieten, Breitband, Verkehr, so Bloch.

Frauke Petry, Bundesvorsitzende der Blauen Partei, MdB und Mitglied des Sächsischen Landtages, kommentiert:

„Es bedarf einer gehörigen Portion Chuzpe, einen Großteil der Deutschen so abzukanzeln, als würden sie unter Wahrnehmungsstörungen leiden. Das Flüchtlingsthema ist kein vermeintliches Problem, sondern ein tatsächliches! Das finden nämlich auch 47 Prozent der Bevölkerung, die in einer Umfrage des Allensbach-Instituts vom 17. Juli angaben, die derzeitige Flüchtlingssituation bereite „große Sorgen“. Kein Wunder – denn gerade die Parteien aus dem Spektrum des Herrn Bloch, allen voran die CDU, hinterlassen bei den Bürgern das Gefühl, den Herausforderungen der Asylkrise überhaupt nicht gewachsen zu sein. Blochs Truppe sollte sich lieber mit den Folgen der Asylpolitik seiner Partei auseinandersetzen, die nicht die Ärmsten der Entwicklungsländer zum Auswandern animiert, sondern nur die, die Geld für Schlepper aufbringen können – statt infam darauf zu drängen, die Krise durch zweitrangige Themen wie Digitalisierung zu ersetzen.

Im Übrigen ist es eher erheiternd, dass sich die Merkellschen Satrappen zu einem Flügel zusammenschließen, obwohl es seiner Arbeit nicht im Geringsten bedarf. Schließlich ist die konservative Partei der Vergangenheit längst zu einem Spiegelbild linksgrüner Sehnsüchte geworden, die insbesondere von Sozialromantikern inzwischen mit gutem Gewissen gewählt werden kann. Einem angeblichen Rechtsruck der Unionsparteien entgegenzutreten gleicht damit also eher dem sprichwörtlichen Tragen der Eulen nach Athen.

Konservativen und freiheitlich denkenden Menschen, die ihre politische Heimat von Tag zu Tag weiter erodieren sehen, bieten wir einen neuen Anfang – frei von parteiideologisch getränkten Pseudo-Diskursen und Mitgestaltungsmöglichkeiten auch außerhalb von Parteistrukturen.“

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