Wolfsexperiment auf Kosten der Tierhalter muss beendet werden

Wolfsschaeden

Pirna, 12.04.2019. Die Sächsische Zeitung berichtet in ihrer heutigen Sebnitzer Ausgabe unter dem Titel „Grausiger Fund im Wildgehege“ von einem Angriff eines Wolfrudels auf Weidetiere innerhalb eines mit hohem Aufwand gesicherten Wildgeheges bei Langenwolmsdorf. Der Halter fand laut dem Bericht elf seiner Rehe totgebissen innerhalb der unter anderem mit Stacheldraht gesicherten Umzäunung.

Frauke Petry, direkt gewählte Abgeordnete des Bundestages im Wahlkreis und MdL der Blauen Partei #TeamPetry, dazu:

„Jens Garsoffke als betroffener Halter bringt es auf den Punkt, wenn er sagt, ‚er habe die Nase voll, mit den Wölfen müsse endlich Schluss sein‘. Jeder kann diese Verbitterung nachvollziehen. Besonders dann, wenn man feststellen muss, dass trotz enormen Aufwands an der Umzäunung kein Schutz vor solchen tödlichen Angriffen gegeben ist. Vor allem: Es ist nicht sein erster Fund dieser Art. Dass unter diesen Umständen die Wut wächst, ist mehr als verständlich.

Dieser neuerliche Vorfall ist weiterer Beleg dafür, dass mit der Ansiedlung des Wolfes in Sachsen etwas ganz und gar schiefläuft. Die Blaue Partei weist zusammen mit verschiedenen Interessengruppen, unter anderem aus der Lausitz, seit langem auf diese gravierenden Missstände hin und verlangt tiefgreifende Korrekturen. Leider sind all unsere Bemühungen bisher an der Bräsigkeit und dem Beharrungsvermögen der regierenden Sachsen-Union in Dresden abgeprallt. Außer harmlosen Appellen an den Bund kam aus dieser Ecke bisher keinerlei Bewegung. Offensichtlich hat man in Dresden und bei den betreffenden Wahlkreisabgeordneten der CDU eher ein offenes Ohr für die Wolfslobby als für deren Opfer.

Was wir wollen, und das ist fester Bestandteil unseres Landtagswahlprogramms 2019, ist die Bestandsreduktion auf maximal zwei bis drei Rudel in ausdrücklich siedlungsfreien Gebieten Sachsens. Das heißt für uns, ein, maximal zwei Wölfe pro 1.000 Quadratkilometer. Wölfe außerhalb dieser festgelegten Wolfsterritorien müssen normal bejagt werden.

Zuvorderst ist durch unabhängige Experten allerdings zu überprüfen, ob es sich bei den Wölfen in Sachsen überhaupt um den europäischen Grauwolf und nicht etwa durch Verwilderung mit Hunden entstandene Wolfshund-Bestände handelt. Diese müssten, wie es in der Jagdsprache heißt, ohnehin sofort ‚entnommen‘ werden.“

Wir wollen die Normalisierung der landwirtschaftlichen Weidetierhaltung und Wanderschäferei ohne zusätzlichen Herdenschutz.Und wir wollen die Beweislastumkehr bei Schäden durch Risse und Entschädigung entsprechend Wiederbeschaffungswert einführen.

Hintergrund: https://www.saechsische.de/plus/grausiger-fund-im-wildgehege-5058656.html