SPD-Baum für Strukturpolitik sprechen zu lassen, ist das Absurdeste, was ich mir für Sachsen vorstellen kann.

In der Sächsischen Zeitung reagiert Thomas Baum, Sprecher für Strukturpolitik der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag auf die angestoßene Diskussion um ein neues Kernkraftwerke in der Oberlausitz: „Die Idee, Kernkraftwerke hier in der Oberlausitz als Alternative zur heimischen Braunkohle zu bauen, ist das Absurdeste, was ich mir energiepolitisch vorstellen kann. Die Oberlausitz ist nicht das Endlager für Schrottideen von gestern!“

Frauke Petry, Mitglied des Bundestages und MdL der Blauen Partei #TeamPetry, kommentiert:

„Mit welchen schrottigen Ideen die Spezialdemokraten für Sachsen aufwarten, durften Zuhörer einer Podiumsdiskussion kürzlich in Siebenlehn erleben. Dort war es zwar nicht Thomas Baum sondern Jörg Vieweg, energiepolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion – aber das tiefliegende Niveau als Markenzeichen dieser Partei hielt er ebenfalls konsequent ein. Die Ideen der SPD in Sachsen laufen zusammengefasst darauf hinaus, Windräder einfach noch höher zu bauen als sie ohnehin schon sind. Wieviel Schrott damit in die wunderschönen sächsischen Landschaften gestellt wird, darüber sind sich die meisten Sachsen einig.

Doch zurück zu Thomas Baum. Er beweist mit seinen unqualifizierten Äußerungen nur, dass er und die Sachsen-SPD offenbar technisch hinter dem Mond leben. Während Windmühlen einfach Windmühlen aus nicht recycelbarem Glasfasergewebe und viel Beton in den riesigen Fundamenten bleiben, die Strom überdies nur dann liefern, wenn Wind weht, entwickelt sich die Kerntechnik weiter. Das vor allem deshalb, weil faktisch überall – außer freilich im sonnen- und windreichen Deutschland – daran intensiv geforscht wird und anderenorts in der Welt Kernkraftwerke der neusten Generationen gebaut werden und dort die Energieversorgung absichern.

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Deshalb hier ein Tipp für Thomas Baum und seine sozialdemokratische Windmühlenmannschaft: „Von wegen Atomausstieg – Kernkraftwerke der Zukunft“. Der Beitrag in ‚Spektrum.de‘ beschäftigt sich mit Deutschlands nichtnuklearem Sonderweg und der Tatsache, dass wohl nur die wenigsten Länder diesen Pfad mitgehen. Als Partner von Zeit online, dürfte Spektrum für Thomas Baum und seine Genossen unverdächtige Lektüre sein. Mit der neuesten Generation von Reaktoren zielt man ‚auf inhärent sichere Systeme, die allein durch die Naturgesetze eine Kernschmelze oder andere Störungen und Unfälle passiv vermeiden und nicht auf den aktiven Eingriff durch Mensch oder Technik angewiesen sind.‘ Auch das Problem des ‚Atommülls‘ wird mit diesen Reaktoren einer Lösung zugeführt.

Sachsen wäre gut beraten, sich den SPD-Schrott nicht länger bieten zu lassen sondern den Wettkampf um technologische Spitzenplätze in der Welt aufzunehmen und nicht durch grün-rote ideologische Schranken für immer verbauen zu lassen. Es wäre wünschenswert, wenn darüber endlich tatsächlich debattiert würde. Ich bin dazu bereit.“

Hintergrund:

https://www.saechsische.de/kein-kernkraftwerk-in-der-oberlausitz-5082594.html

https://www.spektrum.de/news/kernkraftwerke-der-zukunft/1527265