Fridays for studys

20190709_Fridays for studys

Seit gestern streiken Kölner Schüler erstmalig eine gesamte Woche für das Klima. Nach Einschätzung der „Aktivisten“ reiche es nicht aus, nur einen Tag in der Woche die Schule zu schwänzen, weshalb sie mit Ihrem aktuellen Dauerstreik ihrer Forderung mehr Nachdruck verleihen möchten. Mehr unfreiwillig offenbaren die Schüler hiermit jedoch ihre Anspruchshaltung: Die anderen sollen es richten.

Der von den Schülern geforderte Klimaschutz entsteht nicht aus Demonstrationen heraus oder gar aus dem Verlust von Wissen, sondern durch intelligente Innovationen. Da die Elterngeneration hier nach Ansicht der Schüler scheinbar versagt, wäre es nur folgerichtig, wenn sie daraus die Erkenntnis gewinnen, dass sie selber gefordert sind. Seit Jahren verzeichnen die relevanten MINT-Studiengänge massive Rückgänge, jedoch sind es genau diese Fächer, die für die geforderte Politik wichtig wären. Biologie & Chemie statt Genderstudys, Ingenieur- statt Politikwissenschaften, Informatik statt Mediendesign.

Warum also nicht einfach mal freitags die Fehlstunden im Chemielabor verbringen, statt die Verantwortung für die eigene Zukunft weiterhin erfolglos auf die Schultern anderer zu legen, die angeblich ohnehin nichts ändern möchten? Nur von anderen zu fordern, aber selber nicht die eigene Komfortzone zu verlassen, zeugt nicht vom Willen wirklich etwas verändern zu wollen. „Fridays for studys“ statt „Fridays for Future“ würde nebenbei allen Kritikern gehörig Respekt abfordern, da hier wirklich gelebt würde, was man selber propagiert. Fortschritt.

https://www.tagesschau.de/regional/nordrheinwestfalen/fridays-for-future-151.html