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Berlin, 29.01.2020. Volkswagen-Chef Herbert Diess möchte den CO2-Preis anheben. Er glaube, „100 Euro pro Tonne seien nicht übertrieben“. Verschiedene Medien […]

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+++ PM: Aus Volkswagen wird Volkssteuerwagen +++

+++ PM: Aus Volkswagen wird Volkssteuerwagen +++

Berlin, 29.01.2020. Volkswagen-Chef Herbert Diess möchte den CO2-Preis anheben. Er glaube, „100 Euro pro Tonne seien nicht übertrieben“. Verschiedene Medien berichten, Diess habe sich zudem Forderungen nach EU-Vorgaben für einen Ausbau des Ladenetzes für E-Fahrzeuge zu eigen gemacht. Nötig seien demnach „bindende Ausbauziele für die einzelnen Mitgliedstaaten. Wir brauchen, so der Manager weiter, „einen europäischen Masterplan E-Mobilität“.

Frauke Petry, Mitglied des Deutschen Bundestages dazu:

„Diess‘ Einlassungen sind so durchsichtig wie dreist gleichermaßen. Durchsichtig, weil Volkswagen aktuell vor der durchaus als kritisch zu bewertenden Anlaufphase der ID-Elektroauto-Reihe steht. Die bisher bekannten Absatzzahlen für E-Autos lässt nämlich Schlimmes befürchten – zumal VW eine riskante Strategie eingeschlagen hat, die mehr oder weniger ausschließlich auf den Erfolg von Batterieautos setzt.

Haupthinderungsgrund für potentielle Käufer solcher Modelle ist neben exorbitanten Preisen bei geringen Reichweiten vor allem die fehlende Ladeinfrastruktur. Verständlich, dass Volkswagen daran etwas ändern (lassen) möchte. Und nachdem der Steuerzahler auf Beschluss der Bundesregierung und sanftem Druck der Hersteller E-Autos im Verkauf bereits mit bis zu 6.000 Euro bezuschusst, soll er nun offenbar fix auch noch für die Stromtankstellen aufkommen.

Ich finde, nicht ‚wir müssen dabei mutiger sein‘, wie es Herbert Diess nonchalant formulierte sondern Volkswagen sollte es sein und den Kunden ein insgesamt marktreifes, zu anderen Antriebstechniken konkurrenzfähiges Produkt anbieten. Niemand würde Dieselfahrzeuge kaufen, gäbe es kein dichtes Tankstellennetz. Ich kann mich allerdings nicht entsinnen, dass Zapfsäulen jemals aus Steuermitteln errichtet worden wären.

China – einer der Hauptabsatzmärkte von Volkswagen – hat kürzlich eine Abkehr von der reinen Batterietechnologie vollzogen. Da kann man schon mal unter Druck geraten. Nur sollte für unternehmerische Fehlentscheidungen nicht erneut der Bürger herhalten.“

Hintergrund:

https://www.automobil-produktion.de/hersteller/wirtschaft/vw-chef-fordert-masterplan-fuer-e-mobilitaet-110.html