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der Bundestagsabgeordneten Uwe Kamann, Frauke Petry und Mario Mieruch Leipzig, 12.03.2020 Überfällige Maßnahme – „Corona-Ferien” deutschlandweit jetzt Bundeskanzlerin Merkel bezeichnete […]

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+++ Pressemitteilung +++

+++ Pressemitteilung +++

der Bundestagsabgeordneten Uwe Kamann, Frauke Petry und Mario Mieruch

Leipzig, 12.03.2020

Überfällige Maßnahme – „Corona-Ferien” deutschlandweit jetzt

Bundeskanzlerin Merkel bezeichnete es heute als „zentrale Aufgabe, die Ausbreitung des Virus einzudämmen“, schon vor Tagen verkündete Gesundheitsminister Spahn „Alles, was die Ausbreitung reduziert, ist sinnvoll“ und „Die Sicherheit der Bevölkerung geht im Zweifel vor. Auch vor wirtschaftlichen Interessen.“ Nun sind ab Donnerstag im Freistaat Sachsen Veranstaltungen mit 1.000 oder mehr Besuchern untersagt, ähnliche Maßnahmen sollen in Nordrhein-Westfalen gelten.

Frauke Petry, Mitglied des Deutschen Bundestages dazu:

„Kein Tag vergeht aktuell, ohne dass Politiker sich zum Corona-Virus äußern. Was für BMG Spahn noch vor kurzem weit weg und nur asiatische Realität war, ist heute die deutsche und europäische Corona-Krise. Der Umgang mit dem neuartigen Virus gleicht allerdings einer medizinischen Salamitaktik und scheut vor konsequenten landesweiten Maßnahmen zurück. Noch dazu herrscht Uneinigkeit zwischen den Bundesländern. Während in Sachsen ab morgen, 12.3.2020, Großveranstaltungen ab 1000 Besuchern untersagt sind und den Hochschulen eine Verschiebung des Semesterbeginns empfohlen wird, fehlt die Konsequenz an anderer Stelle.

Dabei sind Schulen und Kindereinrichtungen bekannt als ‚Durchlauferhitzer‘ für Infektionskrankheiten aller Art. Die Forderung nach einer deutschlandweiten 14-tägigen Schulpause ist deshalb mehr als gerechtfertigt. Bis zu den Osterferien Ende März abzuwarten oder auf die ersten infizierten Kinder, um dann nur punktuell Schulen zu schließen, wie derzeit praktiziert, ist angesichts der Ansteckungsgefährdung durch das Coronavirus mindestens leichtfertig und würde dem verkündeten ‚absoluten Krisenmodus‘(Köpping) in keiner Weise gerecht.

Deshalb sollten wir anerkannten Experten wie dem Virologen Alexander Kekulé umgehend folgen, der gegenüber dem Deutschlandfunk schon vor Tagen die Forderung nach mindestens zwei Wochen ‚Corona-Ferien‘ in Schulen und Kindergärten aufmachte. Die befürchteten Schäden für die Wirtschaft sind vordergründig und im digitalen Zeitalter dazu realitätsfern. Stellen wir nach zwei Wochen fest, dass sich die Infizierten-Zahlen unauffälliger entwickeln als angenommen, haben wir nichts verloren. Steigen sie erwartungsgemäß an, haben wir wertvolle Zeit gewonnen und die Kontakte von Millionen Bürgern zu möglichen Infektionsquellen signifikant reduziert.“ Hintergrund: https://www.focus.de/familie/eltern/immer-mehr-infizierte-in-deutschland-top-virologe-deutschland-braucht-zwei-wochen-corona-ferien_id_11724720.html https://www.lvz.de/Region/Mitteldeutschland/Coronavirus-Sachsen-untersagt-Veranstaltungen-ab-1000-Besuchern