+++ Pressemitteilung +++

Frauke Petry: „Night of Light“ – möge in Berlin ein Licht aufgehen

Leipzig, 22.06.2020. Auf die dramatische Lage der Veranstaltungswirtschaft im Zuge der Corona-Krise soll in der kommenden Nacht mit einer bundesweiten Aktion aufmerksam zu machen.  Dazu vereinigen sich alle Bereiche der Veranstaltungswirtschaft in Deutschland sich zu einer übergreifenden Interessen- und Arbeitsgemeinschaft und initiieren die „Night of Light“.

Frauke Petry, Mitglied des Deutschen Bundestages dazu:

„Das heutige Morning Briefing des SPIEGEL ordnet die Veranstalter in die sonst wenig schmeichelhafte Rubrik ‚Verlierer des Tages‘ ein und ergänzt zutreffend, ‚Verlierer der vergangenen Wochen und Monate‘. Schmeichelhaft ist das auch in diesem Fall ganz und gar nicht. Zutreffend allerdings allemal. Anders als die meisten anderen der so ‚Geehrten‘ trifft die Veranstaltungsbranche selbst jedoch keine Schuld. Der Spiegel schreibt: ‚Dafür können sie nichts, die Politik aber auch nicht. Großveranstaltungen sind noch zu gefährlich.‘

Hier irrt das Hamburger Magazin wie so häufig. Und in den Ohren der Branche muss das wie purer Hohn schallen. Und zwar doppelter Hohn, gingen doch in den vergangenen Tagen gleich mehrere gigantische ‚Events‘ öffentlich über die Bühne, ohne dass es nennenswerte Konsequenzen gegeben hätte. Als da wären die ‚Anti-Rassismus-Demo‘ in Leipzig mit etwa 15.000 ‚dicht gedrängten‘ Teilnehmern oder die Paddel-Party auf dem Berliner Landwehrkanal mit mehr als 400 Booten, die auf dem Höhepunkt zu Land und zu Wasser etwa 3.000 Personen umfasste, die ‚sich mehrheitlich nicht an den verordneten Abstand hielten‘, wie Medien zu berichten wussten. Über die ‚Event-Szene‘ in Stuttgart möchte ich hier gar nicht sprechen.

Wenn die Politik also der Meinung ist, Großveranstaltungen dürften nicht stattfinden – nach aktuellem Stand bis November, dann hat sie gefälligst für zwei Dinge zu sorgen: Erstens, dass die unverschuldet Betroffenen und um ihre nackte Existenz ringenden Unternehmen in geeigneter Weise über Wasser gehalten werden. Anderenfalls erleben wir auch in dieser Branche einen nie dagewesenen Kahlschlag. Zweitens, gleiches Recht hat für alle zu gelten. Da gibt es keine – ohnehin zweifelhaften – Moralsondertatbestände.

Die Veranstalter weisen heute auf diese Missstände hin. Nach ihren Angaben werden deutschlandweit rund 3.000 Gebäude rot angestrahlt. Vielleicht knipst diese notwendige Aktion der Kultur- und Veranstaltungsszene das Licht in der Politikszene endlich an.

Meine ungeteilte Unterstützung hat diese Aktion und so wird auch das Pirnaer Wahlkreisbüro in der kommenden Nacht in rotes Licht getaucht sein.“

Hintergrund: https://night-of-light.de