+++ Pressemitteilung +++

Frauke Petry: Panik-Spahn warnt vor zweiter Welle – Schluss mit Angstmache, Schluss mit Maske

Leipzig, 13.07.2020. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Bürger vor Nachlässigkeit im Umgang mit der Corona-Pandemie gewarnt und eindringlich aufgerufen, die Schutzmaßnahmen einzuhalten, schreibt die Sächsische Zeitung in ihrer Onlineausgabe und zitiert ihn mit den Worten, „die Gefahr einer zweiten Welle sei real“. Spahn trat am heutigen Montag in Berlin gemeinsam mit dem Präsidenten des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler vor die Presse.

Frauke Petry, Mitglied des Deutschen Bundestages dazu:

„In weiten Teilen Deutschlands gab es nicht mal eine erste Welle und der Bundesgesundheitsminister verbreitet vorsorglich Panik mit der ‚realen Gefahr‘ einer zweiten Welle. Real ist dagegen folgendes: Ganze Städte und Landkreise sind vollkommen frei von Corona – teilweise bereits seit Wochen. Eine ganze Reihe von Bundesländern meldet keinerlei Neuinfektionen mehr. Mit anderen Worten, wo Spahn eine Welle sieht, ist in Wirklichkeit kein Wasserkräuseln zu bemerken.

Das hindert verantwortliche Politiker jedoch nicht daran, das ganze Land weiter mit einem Teppich aus unüberschaubaren und praktisch kaum nachvollziehbaren Beschränkungen und Sonderregelungen von Gastronomie bis Schule zu überziehen. Ausnahme ist die flächendeckende Maskenpflicht, an der stur festgehalten wird.

Am vergangenen Wochenende nun hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein Kriterium für das Ende dieser Tragepflicht – zumindest im Einzelhandel – genannt. Nämlich den Rückgang der täglichen Corona-Neuinfektionen in ganz Deutschland auf unter 100. Abgesehen davon, dass man sich langsam fragt, wer in dieser Regierung eigentlich wofür zuständig zeichnet, ist die Aussage des Wirtschaftsministers geradezu symptomatisch für die Widersinnigkeit viel zu vieler Corona-Regelungen.

Es ist schlicht überflüssig, die Menschen dort, wo es keine Erkrankungen mehr gibt, bei sommerlicher Hitze weiter mit der Plicht zum Tragen einer Maske zu schikanieren. Das mag in einzelnen Hotspots vielleicht begründbar sein und dann wird man auch Verständnis bei den Betroffenen ernten. Aber warum sollen sich Einkaufsbummler im seit Wochen coronafreien Pirna, Görlitz oder Meißen Tücher, Schals und Masken vor das Gesicht pressen, bis es in Rheda-Wiedenbrück keine Infizierten mehr gibt?

Fakt ist: Man kann so etwas regional vernünftig regeln. Abstrakte Durchschnittszahlen aus Merkels Kabinettsgefolge, mal eben so am Wochenende hingestreut, sind weder hilfreich, noch stärken sie das an sich wünschenswerte Hygienebewusstsein in der Bevölkerung. Gleiches gilt für Spahns neue Panikwelle. Dieser Alarmismus ist ermüdend. Ganz besonders, wenn er den Ballermann in den Blick nimmt, für vielerlei sogenannte ‚Events‘ oder ‚Aktivisten-Treffs‘ vor der eigenen Haustür aber blind bleibt.“