+++ Berliner Mob und Leipziger Pack+++

Während in Berlin die Bundesverdienstkreuze praktisch noch klappern, mit denen Feine-Sahne-Fischfilet-Steinmeier die in der „Drogen-Hölle gestählten Helden-Polizisten“ salbungsvoll ehrte, hört man in Leipzig bereits drei Nächte hintereinander das Poltern von Steinen auf Polizeihelmen und Schutzschilden und das Knistern von brennenden Straßenbarrikaden. Was man außerdem hört, ist das dröhnende Schweigen aus Berlin. Während Politiker vor wenigen Tagen in trauter Einheitsfront mit den allermeisten Medien die harmlose Selfie-Versammlung auf den Stufen des Berliner Reichstages als „Sturm eines enthemmten“, wahlweise „entfesselten Mobs“ geißelten (nicht zu verwechseln mit der Geisel der Demokratie im Berliner Innensenatorenamt), entblödet sich die gleiche feine Truppe nun nicht, sich über einen Retweet der sächsischen Polizei zu empören.
 
Die hatte am Sonntag ein Tweet eines anderen Nutzers geteilt, in dem es zu den Hausbesetzungen und Protesten in der Stadt hieß: „Gestohlene Räume von Leuten, die sich das erarbeitet haben. Davon hat das linke Pack natürlich keine Ahnung.“ Was ist an diesen beiden Sätzen eigentlich falsch? Falsch ist daran gar nichts. Peinlich dafür umso mehr, dass die Polizei ob des sich erhebenden „Protestes im Netz“ in rasender Eile demütig um Entschuldigung bat und zur umgehenden Löschung schritt. Es habe sich, so wörtlich, um eine „unbeabsichtigte Handlung gehandelt“. So kann man sich gleich mehrfach lächerlich machen. Daran ist nicht allein die Polizei schuld, sondern ein paar Beteiligte mehr, die allerdings keinesfalls „unbeabsichtigt“ handeln.
 
Die Sächsische Zeitung zum Beispiel versucht sich (einmal mehr) in Relativierung. So bewege der Ausgangspunkt der „Randale“, nämlich die Kritik an steigenden Mieten, viele Menschen, nicht nur in Leipzig. Für sie müsse die Politik nun Lösungen anbieten. Dass die von dem Blatt fast liebevoll bezeichneten „aggressiven Vermummten“ seit Jahren so gut wie jeden Anlass aufgreifen, um zu brandschatzen, zu bedrohen, zu zerstören, Menschen zu verletzen und jederzeit in Kauf nehmen, dass es dabei auch zu Toten kommen könnte, interessiert das Dresdner, mehrheitlich in SPD-Hand befindliche Blatt einen feuchten Kehricht.
Apropos SPD. Was sagt eigentlich Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung zu den bürgerkriegsähnlichen Vorgängen in Teilen seiner Stadt? Nach drei Randalenächten in Folge will er sich nun „schnellstmöglich“ mit dem Leipziger Polizeipräsidenten treffen. In dem Gespräch solle es um eine Auswertung der Geschehnisse, aber um auch Konsequenzen für die Zukunft gehen, ist auf RTL.de zu lesen. Nicht viel besser ist der anschwellende Chor mit den allüblichen Forderungen nach härteren Strafen – vornehmlich aus dem Unionsteil der Dresdner Regierungsmannschaft. Unwillkürlich fragt man sich, wer eigentlich in den vergangenen 30 Jahren die Verantwortung in Sachsen getragen hat?
 
Katja Meier, Justizministerin mit grünem Parteibuch im Freistaat, taucht in der Google-Suche nach Reaktionen auf die Angriffe in Leipzig übrigens nur in Verbindung mit einem Tweet der Linksjugend Leipzig auf. Auf einem Foto war ein Stand der Jugendorganisation in Leipzig-Connewitz zu sehen. Darauf ein Sticker mit den Worten „Advent, Advent, ein Bulle brennt“.
Fakt ist. Linksextremistische Ausschreitungen wie in Leipzig und anderswo sind, ganz anders als ein paar ver(w)irrte Spaziergänger auf Reichstagstreppen, gleich in doppelter Hinsicht ein Angriff auf Demokratie und Staat. Einmal durch die brutalen Übergriffe auf Polizisten, andere Bürger und millionenteure Sachwerte selbst. Vor allem aber durch die politisch gewollte fortwährende Verharmlosung und Tatenlosigkeit. Die beginnt im Bundespräsidialamt und hört in den Stuben des Leipziger Oberbürgermeisters noch lange nicht auf. Zeit für Veränderungen!
 
Fast könnte man auf die Idee kommen, dass die eben beschriebenen Zeilen eine rein fiktionale Darstellung aus einem Buch sind, dass wir Ihnen nur wärmstens empfehlen können: „Gegenmacht“ von Karsten D. Hoffmann.
 
Der Polizist und Politologe Dr. Hoffmann erforscht seit über zehn Jahren den Extremismus in Deutschland. Mit seinem Buch „Gegenmacht – Die militante Linke und der kommende Aufstand“ beendet er nun seine langjährige Forschungsarbeit. Nicht etwa, weil es nichts mehr zu forschen gäbe, sondern weil die daraus gewonnenen Erkenntnisse die betreffenden Behörden und Politiker schlicht nicht interessieren. Unter dem Amazonlink können Sie sich ein erstes Bild über das Buch und den Autor machen. Sie finden dieses Buch ebenfalls bei Ihrem örtlichen Buchhändler, der sich über Ihren lokalen Kauf sehr freuen wird.
 
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