+++ Die Maske fällt – Merkel in Generalaussprache +++

Ab kommenden Montag soll Sachsen also „zur Ruhe gebracht werden“, so Ministerpräsident Kretschmer. Welche katastrophalen Auswirkungen diese angeordnete Totenstille auf die Wirtschaft, speziell die ohnehin schon gebeutelte Kultur-, Gastro-, Hotelbranche und nun auch den Einzelhandel hat, dessen gesamtes Weihnachtsgeschäft jetzt Jeff Bezos abwickelt, will ich hier nicht zum wiederholten Mal erörtern.
Neben der erschütternden Planlosigkeit des Gesamt-„Lockdowns“ sind es vor allem die enthaltenen, eigentlich nur noch als Provokation zu bezeichnenden Einzelanordnungen, die mich erbosen. Denn ab kommender Woche ist bei jedem Schritt vor die Haustür eine Maske zu tragen. Anderenfalls werden teils horrende Bußgelder fällig. War schon die Schließung der Restaurants Anfang November trotz funktionierender (und für die Betreiber extrem teurer) Hygienekonzepte, trotz fehlender wissenschaftlicher Identifikation als Corona-Treiber, eine an Hilflosigkeit nicht zu überbietende Fehlleistung, so setzt die flächendeckende Maskenpflicht nun noch einen drauf.
Selbst das Robert Koch-Institut (RKI) räumt ein, das „Übertragungsrisiko im Freien ist gering“. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung dazu: „Wie stark genau sich die Anzahl der Viren durch Frischluft verringert und inwieweit es im Freien zur Übertragung kommen kann, wurde bislang noch nicht ausreichend untersucht. Die Studienlage fällt dünn aus.“
Was ist das also? Politik auf Verdacht? Stochern im Nebel? Ein Feldversuch zu Hörigkeit? Egal wie man es bezeichnet, viele Bürger werden sich durch derartiges Agieren kaum für das gewünschte Wohlverhalten, gar für die berühmt-berüchtigten „gemeinsamen Kraftanstrengungen“ der Kanzlerin begeistern lassen. Kein Wunder also, dass Angela Merkel heute in der Generalaussprache zum Haushalt unverhohlen ihrer China-Begeisterung Ausdruck verlieh. Dort hätte sich die Wirtschaft schnell erholt, Corona wäre besiegt. Das alles durch, genau – Kontrolle.
Sechsertrupps der Bundespolizei, die in Vollausrüstung durch ohnehin überfüllte Züge trampeln, um auch noch die letzte schlecht sitzende Gesichtsverhüllung aufzustöbern (Maskenquote laut Deutsche Bahn: 99 Prozent!), liefern einen Vorgeschmack auf die zu erwartende Weihnachtsstimmung im öffentlichen Verkehr. In Fußgängerzonen – und demnächst eben generell im „öffentlichen Raum“ – gleichen sich die Bilder seit Tagen und werden medial mit Feuereifer transportiert. Ich bezeichne das als versuchte Einschüchterung. Dort, wo vor allem Vernunft und Augenmaß gefragt wären, ist das eindeutig der falsche Weg. Mit Blick auf Frau Merkel der chinesische Holzweg gewissermaßen.