+++ Stillstand bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag oder #WirMachenAuf +++

Kanzleramt, Bundesgesundheitsminister und Ministerpräsidenten lassen uns Bürger weiter für das versammelte Missmanagement in den Regierungsetagen büßen. Man lese dazu einfach bei Markus Söder: „Lockdown-Verlängerung, weil nicht genügend Impfstoff da ist“. Die Schließzeit bis Ende Januar ist damit nun amtlich. Konsequenterweise hätte man auch gleich den Sankt-Nimmerleins-Tag wählen können.

Denn einigen Protagonisten des „festen Zügels“ ist selbst das noch zu wenig. Gesundheitsapokalyptiker Lauterbach macht inzwischen Lockerungen vom Erreichen einer Inzidenzzahl von 25 abhängig. Unser bayrischer Corona-Hotspot-Fürst sekundiert bei RTL, „wir haben keinen Überblick, was wirklich an Weihnachten und Silvester passiert ist“. Das mag sein. Den Überblick in der selbst geschaffenen Krise zu bewahren, scheint eh keine Stärke der Verantwortlichen zu sein.

Händler und Gastronomen haben dagegen sehr wohl den Überblick behalten – nämlich den über ihre wirtschaftliche Zukunft. Folgerichtig sind sie zum Schluss gekommen, stillhalten ist keine Option mehr, will man eine Zukunft im Geschäft haben. Und das wollen wohl die allermeisten. Das Mittel der Wahl: Die Flucht nach vorn unter #WirMachenAuf. Die Aktion hinter diesem Hashtag, der sich offenbar immer mehr Unterstützer anschließen, ruft dazu auf, ab dem 11. Januar die Läden unter strenger Einhaltung der erprobten und vielfach privat teuer umgesetzten Hygienekonzepte zu öffnen.

Es ist eine Abwägung zwischen Siechtum im staatlich verordneten Berufsverbot bis zum wirtschaftlichen Totalcrash oder dem vergleichsweise billigen Ordnungsverfahren mit immerhin der Chance, die Sache vor Gericht auszufechten. Man kann aus diesem Unterfangen geradezu die Verzweiflung der Unternehmer in diesen Branchen herauslesen. Die spiegelt sich überdeutlich auch in vielen Beiträgen im Forum auf der zugeordneten Homepage „coronapedia.de” wieder.

Sollten sich also in Ihrem Umfeld Läden, Geschäfte, Restaurants, Friseure beteiligen, gehen Sie hin, unterstützen Sie die Gewerbetreibenden, sorgen Sie für Umsätze vor Ort, helfen Sie dem Leben in unseren Innenstädten mit Verantwortung und Abstand wieder auf die Beine. Ordnungsämter und Polizei laufen ohnehin derweil Schlittschuh oder reiten im Wald herum, um Freizeitsportler mit ihren Kindern beim Überschreiten der 15-Kilometer-Grenze dingfest zu machen.

Hintergrund:
https://www.nordkurier.de/politik-und-wirtschaft/laeden-wollen-aus-protest-trotz-lockdown-oeffnen-0341936901.html