+++ Licht am Ende des Tunnels mit „überraschend“ positiven Corona-Nachrichten +++

Während heute im Bundestag seit dem Morgen mit Feuereifer über die „Fortgeltung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ mit allen Konsequenzen debattiert wurde, geht eine Meldung vom gestrigen Tag seltsamerweise mehr oder weniger unter. Es lohnt sich aber, ihr Aufmerksamkeit zu schenken. „Überraschendes Phänomen – Corona weltweit auf dem Rückzug“ überschreibt ntv einen wirklich lesenswerten Beitrag, veröffentlicht allerdings eher in der vierten Reihe.
 
Kern der Botschaft: „Fünf der sechs WHO-Regionen verzeichneten zuletzt einen Rückgang der neuen Corona-Fälle von mehr als 10 Prozent pro Woche.“ Experten sind sich offenbar immerhin insoweit einig, dass „die globale Impfkampagne noch keinen Einfluss auf die Fallzahlen haben kann.“ ntv schreibt dazu, „bislang verfügen nur 0,24 Prozent der Weltbevölkerung über einen vollen Schutz. Selbst in den bevölkerungsreichen USA, die massiv impfen, sind es erst knapp 3 Prozent aller Einwohner“.
 
Eines sei jedoch auffällig und damit wird es interessant: „Bei den Influenza-Pandemien in den Jahren 1957 und 1968 sei Ähnliches beobachtet worden: ‚Ausbruchswellen, die eine Länge von zehn bis zwölf Wochen haben und dann zurückgehen‘, so Epidemiologen Klaus Stöhr, der mehrere Jahre lang das Global-Influenza-Programm der WHO geleitet hatte und dort auch Sars-Forschungskoordinator war“, gegenüber dem Nachrichtenportal.
 
Noch interessanter freilich ist sein Blick auf die Lage in Deutschland. Die Situation hier sei nämlich eine andere. Warum? „Was die Populationsimmunität angeht, sind uns die USA, aber auch Länder wie Schweden und Israel, wohl um Monate voraus. Grund seien die schärferen Maßnahmen, mit denen hierzulande auf das Infektionsgeschehen reagiert worden sei.“
 
Dazu mag sich nun jeder selbst eine Meinung bilden. Der offizielle (belehrend bis knapp hämische) deutsche Blick auf die USA und besonders auch Schweden ist ja hinlänglich bekannt. Fakt ist, wenn es sich tatsächlich um eine Infektionswelle wie bei früheren Grippeerkrankungen handelt, die „überraschend“ und wie von Geisterhand auch wieder ausläuft, dann stellt sich die Frage nach den schweren Kollateralschäden hießiger Lockdown-Politik und deren Wirkung überhaupt noch einmal ganz neu.
 
Aus wissenschaftlicher Sicht gab es durchaus Hinweise auf „Mittelwege“ ohne komplette gesellschaftliche Stilllegung, die in Berlin allerdings keinerlei Berücksichtigung fanden. Die kalifornische Stanford Universität hatte in eine Studie festgestellt, dass „etwa 80 Prozent der Corona-Neuinfektionen vermieden werden könnten, wenn verschiedene POIs – also points of interest – nur noch 20 Prozent ihrer Kapazitäten nutzen würden“. Für Restaurants hätte das bedeutet, einfach weniger Tische zu besetzen, berichtete im November der SWR.
 
Eine Lösung, die sicher nicht nur Gastronomen geholfen hätte. Darüber wird im Nachgang noch zu diskutieren sein.
 
Hintergrund:
https://www.n-tv.de/wissen/Corona-weltweit-auf-dem-Rueckzug-article22351151.html