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Wenn ich den Beitrag des Mitteldeutschen Rundfunks anlässlich des 13. Integrationsgipfels der Bundesregierung richtig lese, dann sieht die Realiät so […]

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+++ Migration in Pflegeberufe: Wunsch und Wirklichkeit +++

+++ Migration in Pflegeberufe: Wunsch und Wirklichkeit +++
Wenn ich den Beitrag des Mitteldeutschen Rundfunks anlässlich des 13. Integrationsgipfels der Bundesregierung richtig lese, dann sieht die Realiät so aus: In der Pflege fehlen rund 100.000 Mitarbeiter. Der Traum der Bundesregierung, diese Lücke mit Zugewanderten (nennen wir sie mal so) nennenswert zu füllen, ist erwartungsgemäß ein solcher geblieben. Die Gründe sind vielfältig, zwei jedoch stechen heraus.
 
Zum einen die Sprachbarriere, die offenbar trotz millionenschwerer Aus- und Fortbildungsangebote unüberwindbar scheint. Die FAZ zitierte vor gar nicht allzu langer Zeit aus den Statistiken des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf), dass „nur jeder Zweite das Sprachniveau B1, das als Voraussetzung für einfache Arbeiten etwa als Reinigungskraft oder als Küchenhilfe gilt, erreiche“.
 
Und eine Sprecherin das Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung sagte MDR AKTUELL, „etwa sieben Prozent der Geflüchteten habe einen Gesundheitsberuf erlernt. Nur ein Prozent schaffe es aber, in diesem Beruf auch in Deutschland tätig zu sein, weil die Anerkennung von Abschlüssen fehle“. Letzteres wäre dann der zweite Grund für die schwierige Kombination aus Pflege und Integration „Geflüchteter“.
 
Vor diesem Hintergrund wechseln wir in die Wunschwelt, nämlich die des Pflegebeauftragten der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, der gegenüber MDR AKTUELL festhielt:
 
„Es habe viele Fortschritte bei der Integration in Pflegeberufe gegeben, die Geflüchteten leisteten einen wichtigen Beitrag.“ Dafür mag es unzweifelhaft gute Beispiele geben. Wie das darüber hinaus gerade im verantwortungsvollen Pflegeberuf auf Sprachniveau „Küchenhilfe“ funktionieren soll, bleibt allerdings sein Geheimnis. Was aber passieren muss, damit seine Wunschwelt nicht wackelt und die Integration noch besser gelingt, das ist für ihn klar: Bessere Bezahlung und einheitliche Anerkennung von Abschlüssen.
 
Wenn laut Bundesinnenministerium aber rund die Hälfte der zu uns kommenden Asylantragsteller ohne Identiätspapiere einreist, die Bundespolizei sprach auch schon von bis zu 80 Prozent aller Asylbewerber, wie um Gottes Willen soll dann eine eventuelle (Vor-)Ausbildung anerkannt werden, wenn noch nicht einmal Alter, Herkunft und Namen der Betreffenden zweifelsfrei feststellbar sind?
 
Fazit: Da steht ein weiteres politisches Kartenhaus der Ära Merkel. Statt Lösungen haben wir einen „Beauftragten“. Migranten ohne Sprachkenntnisse sind kein Zugewinn für die Pflege, sondern eine Belastung für die Solidargemeinschaft.
 
Hintergrund:
 
https://www.mdr.de/nachrichten/politik/gesellschaft/fachkraeftemangel-altenpflege-gefluechtete-100.html