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Eltern haben aus mehrerlei Sicht Recht, wenn sie, wie jüngst in vielen Städten Sachsens unter dem Motto „Kinder brauchen Kinder“ […]

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+++ Panikdown statt Lockdown +++

+++ Panikdown statt Lockdown +++
Eltern haben aus mehrerlei Sicht Recht, wenn sie, wie jüngst in vielen Städten Sachsens unter dem Motto „Kinder brauchen Kinder“ gefordert, Schulen und Kindertageseinrichtungen dauerhaft geöffnet sehen wollen. Kinder und Jugendliche brauchen Kontakte, sie brauchen Bezugspersonen und sie brauchen feste Strukturen.
All das kann „Schule zu Hause“ nicht leisten – selbst wenn Lehrer, schnelle Internetverbindungen und digitale Lernplattformen optimal funktionieren würden. Eltern können nach Monaten des Hin und Hers aus den verschiedenen „Coronakabinetten“ in Berlin und den Bundesländern ein genervtes Lied darüber singen.
Aus den Reihen der Politik mehren sich bereits wieder Stimmen, angesichts der diversen Coronamutationen, Kindereinrichtungen und Schulen erneut zu schließen. Als Begründung dienen steigende Inzidenzwerte in den niedrigen Altersgruppen und die Befürchtung schwerer Krankheitsverläufe mit Langzeitfolgen.
Reinhard Berner, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum der Technischen Universität Dresden, hat gegenüber dem Berliner „Tagesspiegel“ diesen Thesen nun widersprochen.
„Was sich verändert hat, ist die Zahl der Tests“, sagt Berner. „Von Mitte Februar bis März hat sich die Zahl der durchgeführten Testungen bei den 0- bis 4-Jährigen und 5- bis 15-Jährigen verdoppelt. Die Rate der positiven Tests ist dabei aber leicht zurückgegangen.“
Berner sagte gegenüber dem Tagesspiegel weiter, „auch das Register seiner Klinik, an das rund zwei Drittel aller 350 deutschen Kinderklinik melden, verzeichne bei den Einlieferungen von Mädchen und Jungen mit einer Corona-Infektion keinen Anstieg“. Wie die Sächsische Zeitung schreibt, berichten ähnliches Intensivmediziner aus München und Hamburg. Sie können von keiner Zunahme von schweren Covid-19-Krankheitsverläufen bei Kindern durch die Virus-Varianten berichten.
Wir sollten also den Kindern ihren Alltag zurückgeben und statt Lockdown eher einen Panikdown verhängen.
Hintergrund:
https://www.tagesspiegel.de/wissen/infektionsgeschehen-bei-den-juengsten-wie-ein-kindermediziner-den-anstieg-der-corona-inzidenz-erklaert/27035650.html